So geht es mir heute
- Simone Bernert

- vor 25 Minuten
- 2 Min. Lesezeit
Gefühle sind manchmal ganz schön schwer einzuordnen und in Worte zu fassen. Es gibt einfach auch so viele davon. Von Abstand über Verwirrung, Neugier, Respekt oder Zerstreutheit - in diesem Buch finden 50 Gefühle Platz. Wiedererkennen, einfühlen oder neu entdecken und vor allem: Worte dafür finden.
Da ist z.B. dieser Hund, der den Kopf einzieht und geknickt nach oben schaut. Er sitzt vor einem gedeckten Tisch mit Leckereien und hat den Schwanz eingezogen. Auf dem Boden liegt ein Teller und ein paar Essensreste verstreut. Das sieht angeknabbert aus.
Was könnte passiert sein? Wie fühlt sich der Hund wohl? Hast du dich auch schonmal so gefühlt?

Diese Aufgabe, Kinder beim Wachsen zu begleiten - Gefühle zu benennen und bestenfalls zu beschreiben, wie sich das anfühlt stellt viele Bezugsmenschen vor große Herausforderungen. Dieses Buch ist eine optimale Hilfe dabei.
Es Buch greift 50 Gefühle wirklich eindrücklich auf: neben der Benennung des jeweiligen Gefühls gibt es immer auch eine Beschreibung dessen. In einem großformatigen Bild wird je eine Momentaufnahme gezeigt, in der ein Mensch oder Tier dieses Gefühl spürt.
Zu der Szene mit dem Hund gibt es diese eindrückliche Beschreibung des Gefühls SCHULD von Carolina Amell:
"Wenn du dich schuldig fühlst, erinnerst du dich vielleicht an etwas, das du getan hast, und dabei fühlst du dich nicht wohl. Vielleicht wünscht du dir, du könntest es ändern oder besser machen. Es fühlt sich vielleicht so schwer an, als hättest du einen Stein in deiner Brust, der dich nach unten zieht." (aus "So geht es mir heute" von Marine Schneider und Carolina Amell, S. 40)

Ein Buch zum täglichen Betrachten, Durchblättern, Hängen bleiben und ins Gespräch kommen. Absolute Empfehlung für Groß und Klein.
Bibliographische Angaben:
Titel: So geht es mir heute
Text: Carolina Amell Illustrationen: Marine Schneider
Verlag: Kleine Gestalten
ISBN: 978-3-96704-785-1
Preis: 19,90 €
Erscheinungsjahr: 2025
Bewegungsspiel rund um Gefühle
Materialien
Großer Raum oder Fläche
Kopierer
Klebeband
ggf. Laminiergerät
Musik und entsprechendes Abspielgerät
Ablauf
Die Bilder liegen zunächst verdeckt in der Mitte.
Bild für Bild wird nacheinander angeschaut und die Szene von dem Kind/den Kindern beschreiben.
Je nach Alter des Kindes/der Kinder wird offen gefragt, welches Gefühl in der jeweiligen Szene geweckt wird ODER es wird vom Erwachsenen benannt.
Die Beschreibung der Gefühle wird entsprechend vorgelesen.
Für jedes Bild wird erst eine Bewegung und dann in einem begrenzten Raum ein Platz gefunden.
Das Spiel wird kurz erklärt (angelehnt an "Feuer, Wasser, Luft": Das Kind/die Kinder laufen zur Musik im Raum herum. Ein Kind wird vorab bestimmt, welches das erste Gefühl benennen darf. Sobald die Musik stoppt, ruft das Kind das Gefühl, für welches es sich entschieden hat. Alle Kinder führen die Bewegung durch und laufen anschließend zum entsprechenden Bild.
Anschließend wird ein anderes Kind gewählt, welches das nächste Gefühl benennen darf und die Musik startet erneut.
Das Spiel endet je nach Laune der Kinder (lässt sich auch steuern über die Liederanzahl).
Konkrete Ideen zur Umsetzung
Gefühl: Ekel Bewegung: Zunge rausstrecken und "Ihh!" sagen
Gefühl: Ausgelassenheit Bewegung: Mit großen Sprüngen zur Bildkarte hüpfen
Gefühl: Staunen Bewegung: Wie erstarrt stehen bleiben
Gefühl: Freiheit Bewegung: Arme ausstrecken und zur Bildkarte fliegen
Gefühl: Schuld Bewegung: mit gebeugtem Rücken und schweren
Schritten zur Bildkarte laufen
Gefühl: Stolz Bewegung: Sich "groß" machen, Brust herausstrecken und aufrecht zur Bildkarte laufen.
Viel Spaß beim Nachmachen!




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